Am Mittwoch, den 8. Juli 2026, nahmen Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c an der Verlegung eines Stolpersteins in der Grimmstraße 12 in Augsburg-Oberhausen teil. Mit dieser besonderen Gedenkveranstaltung wurde an Johanna Bauer erinnert, die Opfer des nationalsozialistischen Euthanasie-Programms wurde.
Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig findet man überall in Augsburg und sie erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnorten der Opfer in den Gehweg eingelassen und geben ihnen symbolisch ihren Namen und ihre Geschichte zurück.
Während der Veranstaltung erfuhren wir mehr über das Leben von Johanna Bauer und über die unmenschliche Ideologie der Nationalsozialisten, die Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen als „lebensunwert“ bezeichneten. Im Rahmen des sogenannten Euthanasie-Programms wurden hunderttausende Menschen ausgegrenzt, zwangssterilisiert und ermordet.
Die Verlegung des Stolpersteins machte deutlich, wie wichtig die Erinnerung an die einzelnen Schicksale ist. Gerade die persönlichen Geschichten helfen uns, die Auswirkungen von Ausgrenzung, Diskriminierung und Menschenverachtung besser zu verstehen. Die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung war für unsere Schülerinnen und Schüler eine wertvolle Erfahrung und ein wichtiger Beitrag zur historischen Bildung.
Der Stolperstein für Johanna Bauer erinnert nun dauerhaft in der Grimmstraße 12 an ihr Leben und ihr Schicksal. Er mahnt uns, für Menschenwürde, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander einzustehen und die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus lebendig zu halten.
MUE
Am 6. Oktober waren die 9. Klassen (9A, B, AM und BM) im Konzentrationslager Dachau.
Passend zum Themenbereich „Ende des Zweiten Weltkriegs/Gedenken und Erinnern“ kann man hier sehen, wie die Gefangenen im zweiten Weltkrieg eingesperrt wurden und wie sie leiden mussten. Auch wird hier den Verstorbenen gedacht und an sie erinnert . Es soll uns zeigen, dass man die Vergangenheit nicht vergessen darf. Es ist die Reise wert, aber auch sehr erschreckend zu sehen.
LIN, GRI
Die beiden fünften Klassen machten im Mai jeweils eine Medienrallye zur Stärkung des Demokratiebewusstseins in der Stadtbücherei.
Mit Hilfe von I-Pads und der App „Actionbound“ beschäftigten sich die Kinder an verschiedenen Stationen mit folgenden Themen:
Im Anschluss an die Gruppenarbeit wurden die Ergebnisse besprochen. So erkannten die Klassen, dass man nicht in Schubladen denken sollte, dass man die Menschenrechte achten muss, dass für jeden faire Lebensbedingungen herrschen sollen, einiges über die Hintergründe von Migration und dass alle Menschen verschieden und natürlich gleich sind. Das Poster mit den aufgeklebten Händen zeigte schön die Klassengemeinschaft bestehend aus unterschiedlichen Individuen. Auch die Frage „Was mache ich, wenn ich Diskriminierung erlebe oder beobachte?“ wurde angesprochen.
Die Medienrallye machte allen großen Spaß und trägt hoffentlich zu einem friedlichen Miteinander in unserer Schulgemeinschaft und in unserer Gesellschaft bei!
DON, FUB
Ein Ort des Gedenkens und des Schmerzes
Unser Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau am 24.02.2025 war eine Erfahrung, die uns tief berührt und nachdenklich gemacht hat. Schon beim Betreten des Geländes lag eine bedrückende Stimmung in der Luft. Der Schriftzug „Arbeit macht frei“ über dem Eingangstor war das erste Zeichen der grausamen Täuschung, mit der die Häftlinge empfangen wurden.
Auf dem Appellplatz versuchten wir uns vorzustellen, wie Gefangene hier stundenlang in Kälte oder Hitze stehen mussten, völlig erschöpft und der Willkür der SS ausgeliefert. In den Baracken, die für wenige Hundert Menschen gebaut, aber mit Tausenden überfüllt waren, sahen wir die harten Holzpritschen, auf denen die Häftlinge ohne Privatsphäre und unter unmenschlichen Bedingungen lebten.
Doch am meisten erschütterte uns das Krematorium. Der Anblick der Gaskammer ließ uns erstarren Dieser Ort ist eine Mahnung, die Vergangenheit nicht zu vergessen und dafür einzustehen, dass so etwas nie wieder geschieht.
Wir verließen Dachau mit einem Gefühl der Betroffenheit – aber auch mit der Erkenntnis, wie wichtig es ist, aus der Geschichte zu lernen.
Azra, Emily und Kaan, 9a
Unsere Klasse 6B hat Theoriestunden über die Parteien im Bundestag gemacht. Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe bekam eine Partei zugeteilt. Mit den Tablets haben wir dann über unsere zugeteilten Parteien recherchiert. Jede Gruppe hielt am nächsten Tag eine Präsentation über ihre Partei. Danach hat Frau Köppl eine Wahlkabine aufgestellt und jeder von uns durfte nacheinander auf seinem Wahlschein ankreuzen, welche Partei er wählen würde, wenn wir dies am 23. Februar könnten. Am Schluss zählten wir die Stimmen aus.
Wie das in Wirklichkeit geht, hat uns Frau Senft erklärt, da sie als Wahlhelferin bei Wahlen eingeteilt ist. Dies war eine interessante Erfahrung.
Julia, 6B
Am 4.6. besuchten die Schülerinnen und Schüler der 7b und 8bm eine Gerichtsverhandlung im Schwurgericht Augsburg.
Verhandelt wurde ein versuchter Mord. Dem Opfer wurde 9-mal mit einer Schaufel auf den Kopf gehauen. Der Angeklagte wurde beschuldigt Mittäter zu sein. An diesem Tag war der erste Verhandlungstag und der Angeklagte wurde insbesondere von dem Richter und den Richterinnen befragt und sein Anwalt hat eine Erklärung vorgelesen. Diese Befragung hat zwei Stunden gedauert. Besonders eindrucksvoll war zu erleben wie genau und aus wie vielen verschiedenen Perspektiven gefragt wurde. Jedes kleinste Detail wurde mehrfach gefragt und musste vom Angeklagten wiederholt werden. Dies war spannend, aber auch anstrengend.
Toll war, dass sich Richterin Katja Baues vor der Verhandlung Zeit genommen hat und die Schülerinnen und Schüler über den Ablauf einer Gerichtsverhandlung informiert und in den Fall eingeführt hat. Außerdem konnten viele Fragen gestellt und beantwortet werden.
Dieser Fall wurde über mehrere Wochen verhandelt. In der Zeitung konnten wir lesen, dass der Angeklagte zu 9 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt wurde.
SUB