Wasser in Brasilien

In dem PCB-Unterricht der sechsten Klassen nimmt das Thema „Wasser“ einen großen Raum ein. In diesem Zusammenhang sollen die Schülerinnen und Schüler auch für Umweltschutz in Bezug auf den lebensnotwendigen Rohstoff sensibilisiert werden. Deshalb wurde am 20.11.17 eine gebürtige Brasilianerin, eine Biologin der Umweltstation, eingeladen, um den Kindern aus erster Hand von den brasilianischen Wasserverhältnissen zu berichten.

 

Bereits auf der brasilianischen Flagge versinnbildlicht die blaue Kugel in der Mitte das Wasser des Landes. Brasilien ist nämlich das wasserreichste Land der Erde, verfügt aber leider nur über wenig „gutes“ Wasser. Die Landschaft zeigt ein ganz unterschiedliches Bild: Grüne Gegenden wechseln sich mit Wüsten ab. Zahlreiche Flüsse durchziehen das Land, das in etwa 23-mal so groß wie Deutschland ist. Hier ist der Amazonas, der zweitgrößte Strom der Welt zu nennen, der den Regenwald durchquert. In der Vergangenheit wurden leider viele Fehlentscheidungen gefällt, so dass es aufgrund von Abholzungen zu Erdrutschen und wegen der Versiegelung in großen Städten zu Überflutungen kommt. Die Städte im Süden des Landes wachsen deshalb so stark, weil etliche Menschen in trockenen Gebieten gezwungen sind, ihre Dörfer zu verlassen. Riesige Millionenstädte aber wiederum verursachen eine hohe Umweltverschmutzung und haben einen immensen Wasserbedarf. Zudem wurde Quellwasser, das früher für die Bevölkerung kostenlos zu nutzen war, an Firmen verkauft, so dass jetzt dieses Wasser teuer erstanden werden muss. Weiterhin verdrängen Wasserkraftwerke Ureinwohner und Tiere. Zum Teil leitet man auch Flüsse um, um Obstanbau für den Export zu ermöglichen.

 

Doch was hat dies alles mit uns in Deutschland zu tun? Auch Brasilien verfügte in früheren Zeiten über ausreichend Wasservorkommen. Doch die oben beschriebenen Entscheidungen führten zu großen Problemen für das Land. Aus diesen Fehlern sollten wir hier lernen, um nicht Ähnliches zu verursachen. Zudem wäre es gut, unseren ökologischen Fußabdruck dort so klein wie möglich zuhalten und z. B. kein brasilianisches Fleisch, sondern regionale Produkte zu kaufen.

 

Den Schülerinnen und Schülern wurde durch den eindrucksvollen Bericht und zahlreiche Bilder dies verdeutlicht. Schließlich sind sie es, die in Zukunft für unsere Umwelt verantwortlich sind. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Referentin, Frau Vieira!

 

Hinweis: Youtube Dokumentarfilm: Ausgetrocknet -Brasilien in Not

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